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Informationen zum Ausfüllen der Bögen für das interdisziplinäre Team

Der BEB wird von allen an der Hilfsmittelversorgung beteiligten Personen gemeinsam ausgefüllt. Dies dient dazu, ein gemeinsames, von allen akzeptiertes Bild des Patienten zu erstellen.                                                                                                                                                                                                       

Der BEB stellt keinen Befund dar sondern dient als Grundlage für die Auswahl eines Hilfsmittels. Des­halb ist es sinnvoll, ihn erst dann auszufüllen, wenn bereits die notwendigen Informationen zur Konzepti­onierung erhoben wurden. Sollten genauere Informa­tionen zu einzelnen Bereichen wichtig sein, werden sie von der entsprechenden Fachkraft erhoben. Dies werden in den meisten Fällen die Therapeuten sein, es gibt aber viele Fälle, in denen die anderen Betei­ligten (Eltern, Mediziner, Rehaberater) gefordert sind. Das Ausfüllen des BEB wird unter solchen Bedin­gungen nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch neh­men. Die Verwendung der interaktiven PDF-Datei als Download kann helfen diese Arbeit noch effektiver zu gestalten.

 

Die Version 1/2013 orientiert sich an der ICF (Minimal­liste ICFcy, S. 320), einige Punkte wurden aufgrund der Erfahrungen mit den Vorläuferlisten herausgenom­men, einige Punkte aufgrund der Aufgabenstellung des BEBs detaillierter ausgeführt.

Um den Grad der Einschränkung einzuschätzen wird die Skalierung der ICF angewandt. 

 

Einige Punkte sind in sich untergliedert um ein genaueres Bild zu ermöglichen als in Vorläuferversi­onen. Bei Kommunikation als Sender und bei Fort­bewegung kreisen Sie bitte die zutreffende Form an und bewerten nur diese.

Gibt es Unterschiede zwischen den Körperregionen bei einem Merkmal kennzeichnen Sie dies wie folgt:

R: rechte Körperhälfte

L: linke Körperhälfte

O: obere Extremität

U: untere Extremität.

 

Statuserhebungsbogen

Einteilung des Behinderungsgrades in Anlehnung an das GMFCS (Gross Motor Function Classification System)

Nach dieser Einteilung sollte nach den üblichen und nicht nach den bestmöglichen Fähigkeiten geschaut werden. Die Stufen sollen die Fähigkeiten verdeutlichen, wel­che voraussichtlich im Alter zwischen 6 und 12 Jahren vom Kind erreicht werden können. Die Klassifikation des Kindes sollte von einem Arzt oder Therapeuten vorge­nommen werden und stellt eine Einteilung im Sinn einer Prognose dar.

Der Terminbogen sollte immer zuoberst eingeheftet werden.

Nähere Informationen zur Einteilung finden Sie im Downloadbereich.

Tabelle zu Körperstrukturen, Funktionen und Aktivitäten

Um mit dieser Tabelle arbeiten zu können, benutzen Sie bitte die Legende am unteren Teil. Kreuzen Sie immer nur eine Nummer pro Punkt an, mit der Sie bewerten, wie gravierend die Einschränkungen des Kindes in diesem einzelnen Bereich sind. Eine 1 bedeutet: In die­sem Bereich liegen keinerlei Schwierigkeiten vor, eine 5 bedeutet: Die Schwierigkeiten sind maximal bzw. die Funktion ist komplett unmöglich.

Unterschriften des Versorgungsteams

Ein wesentlicher Punkt dieser Bögen ist eine Statuserhebung mit einer Zielsetzung, die zum einen mit dem Hilfsmittel verfolgt wird und zum anderen durch das beteiligte Versorgungsteam mitgetragen wird. Zu diesem Team gehören immer die Eltern bzw. Betreuer, ein Arzt oder Therapeut und der Leistungserbringer (OT-Techniker/Rehaberater).

Wichtiger Hinweis

Auch wenn zum Versorgungsteam ein Therapeut gehört und der Arzt nicht bei den einzelnen Schritten des Versorgungsprozesses unmittelbar anwesend ist, ist eine ärztliche Verordnung und die enge Absprache zwischen dem Therapeuten und dem Arzt von entscheidender Bedeutung und unbedingt erforderlich.

Einverständniserklärung

Die Eltern erklären sich mit der Einverständniserklärung dahingehend zustimmend, dass die Erprobung bzw. der Versorgungsprozess mit Fotos dokumentiert werden darf. Zudem erklären sie sich einverstanden, dass sowohl die Sanitätshausmitarbeiter, als auch die Krankenkasse diese Dokumentation erhalten darf. Dieser Punkt ist wichtig, damit der Versorgungsprozess von allen Beteiligten mitgetragen werden kann und durch mehr Transparenz der Bewilligungsvorgang bei der Krankenkasse positiv beeinflusst werden kann.

 

Bedarfsermittlungsbögen zu den einzelnen Produktgruppen

Zielsetzung

Bei der Zielsetzung (Punkt 5) sind in den jeweiligen Pro­duktbögen Versorgungsziele vorgegeben, die zeitspa­rend angekreuzt werden können. Sie sind im Sinne der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) gegliedert und beziehen sich auf die verschiedenen ICF-Ebenen des Bio-Psy­chosozialen Modells „Körperfunktionen/Strukturen“ und „Aktivitäten/Teilhabe“. (Weitere Informationen zur ICF finden Sie unter www. dimdi.de/static/de/klassi/icf/index.htm oder auf der Homepage der WHO).

Zusätzlich ist im unteren Teil jeweils Platz für frei formulierte individuelle Zielsetzungen (SMART-Regel).

 

S  Spezifisch  Ziele müssen eindeutig definiert sein 

M  Messbar  Ziele müssen messbar sein (wer was wann wie viel, wie oft) 

A  Angemessen  Ziele müssen erreichbar sein (Ressourcen) 

R  Relevant  Ziele müssen bedeutsam sein (Mehrwert) 

T  Terminiert  zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe 

 

Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Ziele so formuliert sind, dass bei einer Kontrolle, 3-6 Monate nach Erhalt des Hilfsmittels bewertet werden kann, ob die Ziele erreicht wurden bzw. mit dem vorhan­denen Hilfsmittel erreicht werden können.

Kontrolle bei der Auslieferung

Bei der Auslieferung des Hilfsmittels durch das Sanitäts­haus sollte unbedingt geprüft werden, ob das Hilfsmit­tel so gestaltet bzw. ausgerüstet ist, wie es ursprünglich besprochen wurde. Es soll angekreuzt werden, ob die Teile vorhanden sind und ob sie passgerecht sind. Ist eines der beiden nicht der Fall, erklärt sich der Leistungs­erbringer ganz rechts in dem Kästchen bereit, diese Punkte schnellstmöglich zu ändern bzw. zu verbessern. 

Unterschriften des Versorgungsteams

 Ein wesentlicher Punkt dieser Bögen ist, dass die Zielsetzung, welche mit dem Hilfsmittel verfolgt wird und die praktische Umsetzung vom gesamten beteiligten Versorgungsteam mitgetragen werden.

Zu diesem Team gehören immer: Die Eltern bzw. Betreuer, ein Arzt oder Therapeut und der Leistungserbringer (OT-Techniker/Rehaberater).

 

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